In der Nähe von Klosterneuburg befindet sich dieses romantische Plätzchen mit dem Bildnis des Gekreuzigten.

Der Privateigentümer gab den Auftrag zur offensichtlich notwendig gewordenen Restaurierung der Skulptur.
Die naive Darstellung war durch die vormalige schlechte Fassungsrestaurierung, die abplatzende rosa Beschichtung, durch Holzverwitterung und schädigende Restauriermaßnahmen nicht nur unansehnlich geworden, sondern auch von der Zerstörung bedroht. Im Atelier zeigten sich folgende Schadensbilder:
Die Fassung konnte aus technologischen und ästhetischen Gründen nicht erhalten werden. Die Figur wurde bis auf den Grund freigelegt. Es kam unter den dicken Lackschichten ein recht sensible Schnitzarbeit zum Vorschein.
Beide Arme waren ursprünglich als Passungen angesetzt. Durch in die Fugen eingedrungenes Wasser und Frost morsch geworden und durch das Körpergewicht mechanisch beansprucht, war die Verzapfung nicht mehr haltbar. Mit Blechstreifen und vielen nun rostigen Nägeln waren die Arme befestigt worden. In den Händen steckten alte, rostige Nägelreste. Diese Metallteile wurden entfernt. Anschließend wurde das Holz mit Paraloid B52 gefestigt.
Nach der Montage und Verklebung der Arme mit dauerelastischem Kunstharz wurden die Fehlstellen verkittet.
Schließlich erhielt die Skulptur eine zweilagige weiße Grundierung und eine zweimalige Ölfassung – entsprechend etwa dem vorgefundenen ursprünglichen Zustand.
Mit montierter Dornenkrone war die Restaurierung der Figur abgeschlossen:
Das Holzkreuz und das Schutzdach werden vom Eigentümer restauriert. Die Montage der Figur erfolgt ebenfalls durch den Eigentümer (Die Köpfe von Nirosta-Schrauben wurden zu diesem Zweck zu Nägeln zurechtgefeilt.).
Vom Auftraggeber wurde das Kreuz und die Überdachung Restauriert bzw. Neuangefertigt. So sieht nun das fertig restaurierte Bildnis des Gekreuzigten an seinem Standort aus. (Foto des Auftraggebers)

























































